Die Business-Frau und der Business-Mann

Es vergeht kaum eine Woche, in der nicht der Genderismus in unseren Medien thematisiert wird. Doch sind die kleinen Unterschiede zwischen Frau und Mann in der Arbeitswelt nicht sogar hilfreich? 

Die Gesellschaft geißelt sich mittlerweile durch einen Gender-Terminologie-Wahnsinn, dessen Ende leider noch nicht in Sicht ist. Männer die gegen Frauenparkplätze klagen, Mütter, die für ihre Töchter, die Regensburger Domspatzen verklagen und in der Werbung wird ein realitätsfernes Bild von Beziehung und Ehe dargestellt. 

In vielen Projekten wurde bei der Geschlechterauswahl nun noch ein drittes unspezifisches Geschlecht in das Auswahlfeld aufgenommen. Ob dies gut oder schlecht ist, darüber hat jeder selbst zu entscheiden. Doch wohin führt diese ganze Diskussion?

Mit einem Wort: Unsicherheit!

In vielen Situationen kann man in unserer heutigen Gesellschaft eine große Unsicherheit  beobachten. Kann ich eigentlich noch das Wort „man” verwenden? Oder sollte ich lieber schreiben: Das beobachtet „man/frau”…?

Sollten wir wirklich die Geschlechtlichkeit aus der Gesellschaft und den Firmen herausnehmen?

Aus unserer Erfahrung liefert gerade die Mischung der Geschlechter in vielen Projekten den Schlüssel zum Erfolg. Der Competition-Gedanke und das -Verhalten der Männer wurde gebremst, sobald eine Frau im Meeting saß. Denn dies brachte die eher weiblich belegten Komponenten Ruhe und Fingerspitzengefühl ein, die jedem Projekt gut tun. In einer perfekten (Business-)Welt existiert ein Gleichgewicht der Geschlechter in allen Bereichen.

Die spezifischen Eigenschaften der Geschlechter sollten also zum Vorteil genutzt und nicht unterdrückt werden.

Ganz klischeehaft betrachtet, ergeben sich folgende Tendenzen:

Er

ist mehr selbstbezogen
braucht weniger Intimität
ist weniger nachtragend
braucht weniger Bestätigung
hat eine für sich stärkere Identität
ist unabhängiger
ist oft kühl und distanziert
bekommt Aufmerksamkeit
ist stark konkurrenzorientiert
strebt sehr nach Macht/Geld
ist Respekt sehr wichtig
redet meist über »Dinge«
nimmt Aussagen wörtlich
hat eine direktere Sprache
ist kein so guter Zuhörer
trifft sehneIIer Entscheidungen
redet weniger über andere
ist stärker lösungsohentiert
lässt sich ungern helfen
schüchtert andere oft ein
erteilt Befehle
ist konfliktfreudig
macht sich weniger Gedanken über andere
ist stressanfälliger
ist aggressiver

Sie

ist mehr auf andere bezogen
braucht mehr Intimität
ist nachtragender
braucht mehr Bestätigung
hat eine für sich schwächere Identität
ist abhängiger
ist oft emotional
gibt Aufmerksamkeit
ist weniger konkurrenzorientiert
ist Macht/Geld weniger wichtig
ist Respekt weniger wichtig
redet meist über »Leute«
sucht nach versteckten Bedeutungen
hat eine indirektere Sprache
ist eine gute Zuhörerin
braucht für Entscheidungen mehr Zeit
redet mehr über andere
bespricht Probleme gern ausführlich
kann Hilfe gut annehmen
schüchtert andere selten ein
macht Vorschläge
geht Konflikten eher aus dem Weg
macht sich mehr Gedanken über andere
ist weniger streßanfällig
ist weniger aggressiv